Elek in Ungarn

Elek ist eine ungarische Kleinstadt im Komitat Békés im Südosten Ungarns, nahe der Grenze zu Rumänien. Bis in die 1940er Jahre hatte Elek eine große deutschsprachige Gemeinde, die jedoch nach dem 2. Weltkrieg  aus  ihrer Heimat vertrieben wurde . Die Eleker wurden in alle Welt verstreut.

Eine erste urkundliche Erwähnung fand Elek im Jahre 1232. Elek geriet um das Jahr 1566 unter osmanische Vorherrschaft, die bis 1696  Bestand hatte. Durch Krieg und Hungersnöte war die Bevölkerung dezimiert worden. So wurden ab 1724 deutsche Bauern aus Franken in Elek angesiedelt. 1735 wurde Elek von Aufständischen geplündert, 1739 wütete in Elek die Pest, der 148 Personen zum Opfer fielen. Mit der Bohrung eines 270 m tiefen  artesischen Brunnens 1894, wurde die saubere Trinkwasserversorgung sichergestellt und die im 19. Jahrhundert wiederholt grassierende Cholera eingedämmt.

Im 1. Weltkrieg war Elek Lazarettstandort und nahm zeitweise an die 3.000 Flüchtling auf. Nach dem Krieg war Elek vorübergehend unter rumänischer Verwaltung, wurde dann aber ein Teil des nun unabhängigen Ungarn. Im Frühjahr 1946 wurden die deutschen bzw. deutsch-stämmigen Eleker Bürger ausgewiesen (etwa die Hälfte der Bevölkerung).  Elek hatte zu Beginn der 1940er Jahre rund 9.300 EinwohnerInnen, heute sind es 5.500.

 

 Das Wappen der Stadt Elek


Ungarn und seine Komitate.
Elek liegt im Komitat Békés, im Südosten Ungarns an der rumänischen Grenze.